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Roland Leuthold

Roland Leuthold, Geschäftsleiter und Teilhaber bei der Vogt AG über die Highlights aus dem vergangenen Jahr, seine Fussball Karriere und seine Helden der Kindheit.

Worauf sind Sie stolz?
Stolz ist oft negativ behaftet, es bedeutet eigentlich nur ein grosses Gefühl der Zufriedenheit. Ich kann sagen, dass ich stolz bin wie sich mein Leben in den vergangen 47 Jahren entwickelt hat und das ich mit grosser Freude in die Zukunft blicke und gespannt bin, was noch auf mich zukommt.

Was ist Führung für Sie?
Da kommt mir immer ein Zitat in den Sinn: „Leadership ist nicht, Leute dazu zu bringen, Dinge zu tun, die sie nicht tun wollen, sondern Leute dazu zu befähigen, Dinge zu leisten, von denen sie niemals glaubten, sie erzielen zu können“ – Peter Drucker

Ihr liebstes Fortbewegungsmittel?
In der Freizeit mein Mountainbike.

Wann und wo denken Sie am besten?
Auf dem Mountainbike an der frischen Luft.

Was machen Sie in Ihrer freien Zeit?
Meine Freizeit ist sehr knapp bemessen und darum geniesse ich sie am liebsten beim Sport und mit meiner Frau.

Ihre Helden der Kindheit?
Da es der Traum in meiner Kindheit war, einmal Fussballprofi zu werden waren es die Spieler der brasilianischen Fussballnationalmannschaft, im speziellen Sokrates.

Haben Sie Ihre Laufbahn von Anfang an vor sich gesehen?
Ich würde nicht gerade sagen von Anfang an, aber nachdem meine Fussballkarriere schon im Alter von 23 Jahren verletzungsbedingt vorbei war, brauchte ich neue Ziele und die fand ich in Weiterbildungen. Es hat sich schon bald gezeigt, dass ich eine gewisse Affinität für Leadership habe und so kam es, dass sich meine Karriere auch in diese Richtung entwickelt hat. Mit 35 durfte ich dann meine erste Geschäftsleiterstelle antreten.

Was liegt Ihnen bei Vogt am Herzen und was motiviert Sie?
Der sportliche Ehrgeiz ist ein Teil meiner DNA und Erfolge sind im Team immer schöner als alleine, da man sie teilen kann. Es motiviert mich, gemeinsam mit allen Mitarbeitern, die Firma Vogt zu einem nachhaltigen und erfolgreichen Unternehmen zu entwickeln.

Was steht hinter dem Versprechen «kompetent, innovativ und kundennah»?
Dies ist ein Versprechen, welches unsere Mitarbeiter gegenüber allen Anspruchsgruppen abgeben und täglich daran arbeiten besser zu werden.

Seit zwei Jahren sind Sie hier Geschäftsleiter, was haben Sie in dieser Zeit Neues dazu gelernt?
Sehr vieles, insbesondere was die vielen Abkürzungen wie TLF / MGV / ULF usw. bedeuten und natürlich vieles über die Feuerwehrwelt im generellen, die für mich ausserordentlich spannend ist.

Was sind Ihre zwei bis drei Highlights aus dem vergangenen Jahr?
Es macht Freude zuzusehen wie sich die Begeisterung für Lean Management langsam in der Unternehmung verbreitet. Fantastisch ist auch der Einsatz aller Mitarbeiter, wenn es darum geht, die vielen Aufträge termingerecht abzuliefern, trotz grossen Lieferverzögerung von einzelnen Lieferanten.

Was lässt sich an Ihrem Arbeitsplatz konkret verbessern?
Der Begriff Lean Management ist nicht nur eine Bezeichnung für schlanke Organisation, sondern eine Lebensphilosophie und sollte Einzug in all unsere Verfahrensweisen und Denkprinzipien haben. Es gibt noch viel zu tun um die gesamte Wertschöpfungskette in unserer Unternehmung noch effizienter zu gestalten und für diese Entwicklung braucht es jeden Mitarbeiter. Schwarmverhalten entwickeln und gemeinsames agieren führen zu intelligenten Lösungen. Die Einführung von kollektiven Zielen und der Austausch untereinander und somit auch den gemeinsamen Zweck erläutern, führt in meinen Augen zum Erfolg.

Was muss passieren, damit Sie noch lange bei Vogt bleiben?
Eigentlich nichts Besonderes, da ich an der Unternehmung beteiligt bin, spüre ich zur Firma Vogt eine starke Verbundenheit und eine grosse Verpflichtung gegenüber allen Beteiligten. Die Vogt AG ist nicht nur irgendeine Station in meiner Laufbahn, sondern Leidenschaft und die Freude am Produktesortiment.

Was möchten Sie den Lesern mitgeben?
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken welche mich auf meinem Weg begleiten und mir helfen die Firma Vogt mit dem gleichen Herzblut zu entwickeln. Die Arbeitswelt bewegt sich und dies gefühlt immer schneller, dass heisst, wir müssen uns auch bewegen. Neues annehmen und bewährtes weiterentwickeln. Fähigkeiten sind Aktivitäten, die es der Unternehmung erlauben das “wo spielen wir?” und das “wie gewinnen wir?” zum Leben zu erwecken.

Ich möchte das Interview abschliessen mit einem Zitat welches die Vogt AG recht gut umschreibt:

„Nur Vielfalt kann Komplexität absorbieren” – William Ross Ashby

Alter: 47
Geburtsort: Brugg
Familienstand: verheiratet

Roland Leuthold begann seine Karriere in der Industrie als Mechaniker. Schon bald entdeckte er seine Begeisterung für das Thema Leadership.

Er spezialisierte sich auf Turnarounds und Unternehmensführung und erhielt 2018 das EMBA an der Universität St. Gallen. Roland Leuthold ist leidenschaftlicher Produktionsfachmann und gleichermassen begeisterter Unternehmer.

Der Geschäftsleiter und Mitinhaber der Firma Vogt weiss worauf es ankommt, um eine Firma profitabel und effizient aufzustellen und damit das Unternehmen fit für die Zukunft zu gestalten. Dies im speziellen auch im Bereich der nachhaltigen Organisationsentwicklung von Prozessen der Mitarbeiterentwicklung und der kontinuierlichen Verbesserung.